Im Runden DaHeim...

 
Eine Mongolin oder ein Mongle würde niemals "Jurte" zu ihrer/seiner "GER" sagen :) Ich werde hier beide Ausdrücke verwenden... Viele Menschen haben es schon erlebt, wie angenehm es sich in runden LebensRäumen wohnt. Die Energie ergießt sich gleichmäßig und sanft von oben durch die Mitte des "Auges" in den Raum. Sie kann sich spiralförmig, sanft und frei bewegen und die Ger über das selbe Tor wieder harmonisch verlassen. Bodennahes Inventar - kleine Hocker und Tische, sowie Schaffelle, Pölster und Decken - lädt zum gemütlichen Verweilen und Kommunizieren auf "gleicher Augenhöhe" ein.

Reduzieren² ist der geniale Schlüssel zu dieser einzigartigen, mobilen Behausung. Selbstverständlich ist die Ger eine architektonische Meisterleistung und Ingenieurskunst auf höchstem Niveau: kein Gramm Gewicht zuviel, schnell zerlegbar in leicht tragbare Teile, schnell aufgebaut, sämtliches Licht kommt von oben, kleine Oberfläche, großes Raumvolumen, nur organische Materialien, angenehme Akustik, kein Metall...
   
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Reise durch die Mongolei (Fotos zur Reise - klick me)

Auf meiner Reise durch die Mongolei habe ich viel und lange in den "Schönen Zelten", als welche sie in den alten Liedern besungen werden, mitleben dürfen. Durch diese Erfahrungen nehme ich die GER auch als eigene, beseelte Energieform wahr. Wie eine sorgende Gebärmutter, die ihr Kostbarstes (Bewohner) sanft und weich umspannt (Filzummantelung) und vor der lauten und unruhigen Außenwelt (Wind und Wetter) gut schützt (Regenhaut). Sie wärmt (Feuer) und lässt nur angenehmes, weiches Licht (Licht von oben) in ihr Inneres scheinen. Nach einiger Wohnzeit wird diese erdige, tragend mütterliche Energie spürbar.

Nach meiner Rückkehr verbrachte ich viel Zeit in der mitgebrachten GER in den Alpen, auch im Winter. Hier reiften die Pläne, diese Behausung in der selben Geometrie, mit den selben Eigenschaften in massivem Zirbenholz zu konstruieren.
Nur kurze Zeit später war das erste "Baby" geboren... :)